




Die Sieverner Mühle
Die Sieverner Mühle, wie sie auf vorhandenen Fotos zu sehen ist, wurde im Jahr 1813 von Christian Wicht erbaut. Es gab mit Sicherheit schon vorher eine Wassermühle und eine Windmühle, das zeigen die Flurbezeichnungen "Vor der Wassermühle" und "Am Wassermühlenwege" sowie die Kurhannoversche Landeskarte von 1768, in der eine Mühle nördlich von Sievern eingezeichnet ist. Hinrich Wicht verkaufte im Jahr 1868 Mühle und Wohnhaus mit Scheune, Garten und Inventar an Dietrich Böschen für 12.250 Taler Gold. Darüber liegt ein Kaufvertrag vor.
Etwa 1895 verkaufte Dietrich Böschen die Mühle an seinen Sohn aus erster Ehe mit Charlotte, geb. Alsguth, Hinrich Böschen. Dieser hatte das Müllerhandwerk in Otterndorf gelernt. Ursprünglich war die Mühle reetgedeckt und bekam 1907 eine Zinkabdeckung. Die dazugehörige Dampfmühle wurde zwischen 1900 und 1910 ebenfalls von Hinrich Böschen erbaut.
Im Jahre 1911 erwarb Karsten Behlmer die Mühle aus Zwangsversteigerung.
Er hatte das Müllerhandwerk in Achim gelernt. Der Betrieb lief bis Anfang des 2. Weltkrieges. Beim Bombennangriff 1941 erhielt die Mühle Treffer, wurde aber durch die Feuerwehr Dorum gelöscht. Trotzdem wurde sie nach dem Krieg nicht wieder in Gang gesetzt. Die Zeit dafür war nicht mehr da. Jeder Bauer hatte seine eigene elektrische Schrotmühle und Karsten Behlmer war inzwischen zu alt. Er verstarb im Jahre 1969.
Wind und Wetter setzten der Mühle zu, um 1955 wurden die Flügel abgenommen und am 23. 7 1982 wurde sie abgerissen.